Laminat verlegen lassen: Kosten, Ablauf und wann sich der Profi lohnt

Split-Bild: links Klick-Vinylboden in Steinoptik, rechts Klick-Laminat in Holzoptik im Vergleich

Klick-Vinyl oder Klick-Laminat? Was passt besser zu Ihnen?

Kurz beantwortet: Die Wahl zwischen Klick-Vinyl und Klick-Laminat hängt vor allem von vier Faktoren ab – Feuchtigkeit im Raum, Fußbodenheizung, gewünschte Optik und Budget. Für Feuchträume oder Fußbodenheizung ist bei beiden Belägen entscheidend, dass genau dieses Produkt vom Hersteller dafür freigegeben ist. Die pauschale Frage „Vinyl oder Laminat?“ lässt sich deshalb nur anhand dieser vier Punkte sinnvoll beantworten.

Fachbeitrag der ImmoRepair-Handwerksexperten · Region Lübeck · Aktualisiert am 13.08.2026

In diesem Beitrag geht es um die Frage, welcher Bodenbelag wirklich zu Ihnen und Ihrem Alltag passt.

Gerade wenn man sich noch nicht sicher ist, ob Klick-Vinyl oder Klick-Laminat die bessere Wahl ist, entstehen viele Fragen: Was ist eigentlich der Unterschied? Sind beide für Küche und Badezimmer geeignet? Welcher Boden passt besser zu einer Fußbodenheizung, ist widerstandsfähiger und pflegeleichter? Und lohnt sich der Preisunterschied überhaupt?

Wir verlegen beide Bodenbeläge und möchten Ihnen mit diesem Artikel dabei helfen, die für Sie passende Entscheidung zu treffen. Deshalb schauen wir uns die wichtigsten Unterschiede an und erklären diese verständlich und ohne irgendwelches Fachchinesisch. Hierbei legen wir den Fokus auf Feuchtigkeit und Trittschall über den Untergrund bis hin zu Nutzung und Widerstandsfähigkeit. So können Sie besser
einschätzen, welcher Boden zu Ihrem Zuhause, Ihren persönlichen Anforderungen und zu Ihrem Budget passt.

01. Worin liegen die Unterschiede bei Klick-Laminat und Klick-Vinyl?

Kurz beantwortet: Klick-Laminat besteht im Kern immer aus einer HDF-Trägerplatte mit bedruckter Dekorschicht und Schutzoberfläche. Klick-Vinyl gibt es dagegen in mehreren Aufbauvarianten – als Vollvinyl, mit HDF-Trägerkern oder als besonders formstabiles Rigid-Vinyl (SPC) mit Stein-Kunststoff-Kern. Der Unterschied liegt also weniger in der Optik als im inneren Aufbau.

Klick-Laminat und Klick-Vinyl sind beides beliebte Bodenbeläge und lassen sich schwimmend im
praktischen Klicksystem verlegen. Auf den ersten Blick sehen sich die beiden Böden oft sehr ähnlich , der entscheidende Unterschied steckt jedoch im Aufbau und in den jeweiligen Eigenschaften.

Klick-Laminat besteht im Kern aus einer stabilen HDF-Trägerplatte. Darauf liegt eine bedruckte Dekorschicht, die mit einer widerstandsfähigen Oberfläche geschützt wird.
Klick-Laminat ist dadurch robust, pflegeleicht und in vielen verschiedenen Dekoren erhältlich. Ob
natürliche Holzoptik, moderne Betonoptik oder etwas Klassisches – bei der Auswahl ist für viele
Geschmäcker etwas dabei.

Klick-Vinyl gibt es dagegen in verschiedenen Ausführungen. Je nach Variante unterscheidet sich der Aufbau und damit auch die Eigenschaften des Bodens. Es gibt beispielsweise Vollvinyl, bei dem der Boden vollständig aus Vinylschichten aufgebaut ist. Daneben gibt es Varianten mit einem HDF-Trägerkern, ähnlich wie beim Klick-Laminat. Eine weitere Möglichkeit ist Rigid-Vinyl (SPC). Hier besteht der Kern aus einer besonders festen Stein-Kunststoff-Mischung.
Auch bei Klick-Vinyl ist die Auswahl an Dekoren und Oberflächen inzwischen sehr groß.
Holz-, Stein- oder Fliesenoptiken lassen sich dadurch täuschend echt nachbilden.

Welcher Boden jedoch am besten zu Ihrem Zuhause oder Ihrem Vorhaben passt, hängt letztlich von
mehreren Faktoren ab – zum Beispiel vom Untergrund, der Beanspruchung und den gewünschten
Eigenschaften. Gerne schauen wir uns das gemeinsam mit Ihnen an und finden die passende Lösung.

Schematischer Vergleich des Schichtaufbaus von Laminat und Klick-Vinyl. Die Grafik zeigt einen Querschnitt einer Laminatplatte mit Schutzschicht, Dekorschicht, HDF-Trägerplatte und Gegenzug sowie drei Varianten von Klick-Vinyl: Vollvinyl, Klick-Vinyl mit HDF-Trägerkern und Rigid-Vinyl (SPC) mit Stein-Kunststoff-Kern.

02. Klick-Vinyl oder Klick-Laminat? - Eigenschaften im direkten Vergleich

Vinyl oder Laminat – welcher Boden passt besser zu Ihnen? Eine pauschale Antwort darauf gibt es
eigentlich gar nicht. Beide Bodenarten haben ihre eigenen Stärken und können – je nach Raum,
Nutzung und persönlichen Vorstellungen – eine gute Wahl sein.

Die folgende Übersicht zeigt, worauf es aus unserer Sicht wirklich ankommt, wenn Sie Klick Laminat oder Klick-Vinyl für Ihr Zuhause oder Ihr Mietobjekt vergleichen:

Feuchträume wie Badezimmer, Küche und Co.

Ob ein Boden generell für Feuchträume geeignet ist, hängt nicht allein davon ab, ob es sich um Klick-Vinyl oder Klick-Laminat handelt. Beide Varianten können mit der richtigen Wahl problemlos in Feuchträume verlegt werden. Entscheidend sind hierbei immer die konkreten Produktangaben des Herstellers.
Ein Blick in die Herstellerangaben lohnt sich hier also auf jeden Fall.

Fußbodenheizung:

Auch bei einer Fußbodenheizung ist nicht grundsätzlich Klick-Vinyl oder Klick-Laminat die bessere Wahl.
Maßgeblich sind die Angaben im Datenblatt des jeweiligen Produkts. Dort ist festgelegt, ob und unter welchen Bedingungen der Boden für eine Fußbodenheizung geeignet ist.

Trittschall:

Beim Trittschall lassen sich Klick-Vinyl und Klick-Laminat nicht einfach anhand eines einzelnen Wertes miteinander vergleichen. Der Aufbau des Bodens und die verwendete Trittschalldämmung spielen dabei zwar eine wichtige Rolle, jedoch sagt ein einzelner Messwert nicht unbedingt alles über das tatsächliche Geh- und Wohngefühl aus.

Untergrund:

Auch beim Untergrund gibt es kein grundsätzliches „Klick-Vinyl ist besser“ oder „Klick-Laminat ist besser“.
Entscheidend sind die vorhandenen Gegebenheiten und die Anforderungen des jeweiligen Klicksystems.

Deshalb schauen wir uns den Untergrund immer genauer an, bevor wir eine Empfehlung aussprechen.

Druckstellen durch Möbel:

Schwere Möbel können bei beiden Bodenarten punktuelle Druckstellen verursachen. Das lässt sich leider nicht immer vollständig vermeiden. Mit geeigneten Filzgleitern unter Stühlen, Tischen oder anderen Möbeln können Sie Ihren Boden jedoch zusätzlich schützen.

Einzelne Dielen austauschen:

Da beide Bodenarten schwimmend im Klicksystem verlegt werden können, lassen sich einzelne Dielen grundsätzlich wieder aufnehmen und austauschen. In der Praxis kann das allerdings schwieriger werden, wenn beispielsweise nachträglich feste Möbel und andere alltägliche Wohngegenstände auf den Boden auf- oder eingebaut wurden- und dadurch einzelne Dielen nur schwer oder gar nicht mehr zugänglich sind.

Nutzungsklasse: (NK)

Eine gute und objektive Orientierung bietet die Nutzungsklasse nach DIN EN ISO 10874. Sie hilft dabei einzuschätzen, für welche Art und Stärke der Beanspruchung ein Boden geeignet ist. Hier unterscheidet man in der Regel zwischen normale Wohnbereiche, Gewerbliche Flächen oder Industrieflächen.

Unser Tipp aus der Praxis:
Letztlich gibt es nicht den einen „besseren“ Boden. Klick-Vinyl und Klick-Laminat können beide eine gute Lösung sein. Entscheidend ist, was Ihnen wichtig ist und welche Voraussetzungen bei Ihnen vor Ort bestehen.

03. Nutzungsklasse (NK) was bedeutet das eigentlich?

„Nutzungsklasse 22, 31 oder 43 – was bedeuten diese Zahlen eigentlich?“ Wenn man sich zum ersten Mal mit einem neuen Boden beschäftigt, können all die Angaben auf der Verpackung schon ein bisschen verwirren. Dabei ist die Erklärung eigentlich ganz einfach.

Die Nutzungsklasse (NK) zeigt, für welchen Einsatzbereich und für welche Beanspruchung ein Boden geeignet ist. Sie ist in der DIN EN ISO 10874 festgelegt und bietet eine gute Orientierung, sowohl bei Klick-Vinyl als auch bei Klick-Laminat.

Was bedeuten die beiden Zahlen und wofür stehen diese?

Die Nutzungsklasse besteht immer aus zwei Zahlen, und beide haben eine eigene Bedeutung:

Die erste Zahl zeigt den Einsatzbereich:
2 = private Nutzung
3 = gewerbliche Nutzung
4 = industrielle Nutzung

Die zweite Zahl zeigt die Stärke der Beanspruchung:
1 = geringe Beanspruchung
2 = mittlere Beanspruchung
3 = starke Beanspruchung
4 = sehr starke Beanspruchung

Ein kleines Beispiel macht es schnell verständlich:

Nutzungsklasse 23 bedeutet also:
2 = private Nutzung
3 = starke Beanspruchung

Eine Nutzungsklasse 32 bedeutet entsprechend:
3 = gewerbliche Nutzung
2 = mittlere Beanspruchung

Eine Nutzungsklasse 41 bedeutet entsprechend:
4 = industrielle Nutzung
1 = geringe Beanspruchung

Die wichtigsten Nutzungsklassen einfach erklärt:

NK 21 – geringe private Nutzung
Für Räume, in denen eher wenig Bewegung stattfindet, beispielsweise ein Schlafzimmer oder ein selten genutztes Gästezimmer.

NK 22 – mittlere private Nutzung
Für ganz normale Wohnbereiche wie Wohnzimmer, Esszimmer oder Kinderzimmer.

NK 23 – starke private Nutzung
Für Bereiche, in denen im Alltag ordentlich etwas los ist – zum Beispiel Flure, Eingangsbereiche oder stark genutzte Wohnräume.

NK 31 – geringe gewerbliche Nutzung
Für gewerblich genutzte Räume mit eher geringer Beanspruchung. Im privaten Zuhause bietet diese Klasse bereits eine gute Belastbarkeit.

NK 32 – mittlere gewerbliche Nutzung
Für regelmäßig genutzte gewerbliche Bereiche, zum Beispiel Büros, kleinere Verkaufsflächen oder
Wartebereiche. Auch im privaten Wohnbereich ist diese Klasse häufig eine gute Wahl.

NK 33 – starke gewerbliche Nutzung
Für Bereiche, in denen besonders viel Betrieb herrscht und der Boden entsprechend stärker beansprucht wird, beispielsweise Großraumbüros, Restaurants oder Verkaufsflächen.

NK 34 – sehr starke gewerbliche Beanspruchung
Für Bereiche mit einer sehr hohen Frequentierung wie beispielsweise große Kaufhäuser oder
Flughafenterminals

NK 41 – leichte industrielle Beanspruchung
Für gewerbliche bzw. industrielle Bereiche, in denen der Boden zwar regelmäßig genutzt wird, aber keiner besonders starken Belastung ausgesetzt ist.

NK 42 – mittlere industrielle Beanspruchung
Für Bereiche, in denen täglich gearbeitet und der Boden entsprechend stärker beansprucht wird. Hier können beispielsweise regelmäßig Waren bewegt oder Arbeitsgeräte eingesetzt werden.

NK 43 – starke industrielle Beanspruchung
Für besonders stark beanspruchte industrielle Bereiche. Der Boden muss hier auch bei intensiver Nutzung, häufigem Warenverkehr und einer hohen mechanischen Belastung entsprechend widerstandsfähig sein.

Und was bedeutet das für Sie?

Für eine normale Wohnung oder ein Einfamilienhaus sind häufig Nutzungsklassen 23, 31 oder 32
interessant. Welche davon wirklich sinnvoll ist, hängt davon ab, wie der Raum genutzt wird und welche Belastungen im Alltag zu erwarten sind.

Wichtig ist dabei:
Eine höhere Nutzungsklasse bedeutet nicht automatisch, dass der Boden insgesamt besser ist. Sie
beschreibt in erster Linie, für welchen Einsatz und welche Beanspruchung der Boden ausgelegt ist.

Natürlich spielen bei der Auswahl aber auch noch weitere Dinge eine Rolle – zum Beispiel der Aufbau des Bodens, die Oberfläche, das Klicksystem, die Feuchtigkeitsbeständigkeit, die Pflege und die Anforderungen an den vorhandenen Untergrund.

Bei gewerblicher Nutzung kommen oft noch zwei weitere, von der Nutzungsklasse unabhängige Normen hinzu: die Brandschutzklasse nach DIN EN 13501-1 sowie die Rutschhemmung nach DIN 51130 – je nach Gebäudeart und Einsatzbereich können beide zusätzlich vorgeschrieben sein.

Unser Tipp:
Die Nutzungsklasse ist eine praktische Orientierung, wenn Sie verschiedene Böden miteinander vergleichen möchten. Sie hilft dabei, schnell ein Gefühl dafür zu bekommen, ob ein Boden eher für ein ruhiges Schlafzimmer oder auch für einen stark genutzten Wohnbereich geeignet ist.
Die höchste Zahl ist dabei nicht automatisch die beste Wahl. Viel wichtiger ist, dass der Boden zu Ihnen persönlich, Ihrem Alltag und dem jeweiligen Raum passt.

Und wenn Ihnen die vielen Angaben auf der Verpackung einmal etwas zu viel werden: Kein Problem.
Sprechen Sie uns einfach an. Wir erklären Ihnen gerne, worauf es bei Ihrem Vorhaben wirklich ankommt –verständlich, ohne unnötiges Fachchinesisch und ganz in Ruhe.

Detailaufnahme einer sauber verlegten Laminatdiele mit präziser Klick-Verbindung
Präzise Klick-Verbindungen sorgen für ein dauerhaft geschlossenes, ebenes Bild.

04. Welcher Boden passt ins Bad, in den Hauswirtschaftsraum oder in die Küche?

„Kann ich Klick-Vinyl oder Klick-Laminat auch im Bad verlegen?“ Auch diese Frage hören wir in der Praxis ziemlich häufig – und das können wir gut verstehen. Schließlich möchte niemand nach der Verlegung feststellen, dass der gewählte Boden für den Raum doch nicht geeignet ist.
Die gute Nachricht: Es gibt für viele Bereiche passende Lösungen. Entscheidend ist aber nicht allein, ob auf der Verpackung „Vinyl“ oder „Laminat“ steht. Wichtig sind immer das konkrete Produkt, die Freigabe des Herstellers und die vorgeschriebene Ausführung bei der Verlegung.
In einer normalen Küche oder einem Hauswirtschaftsraum können grundsätzlich beide Bodenarten eine gute Wahl sein. Hier kommt es vor allem auf die Nutzung, die zu erwartende Beanspruchung und die passende Nutzungsklasse an.

Klick-Laminat:

Bei Klick-Laminat gilt bei Feuchträumen zunächst einmal: Nicht jedes Laminat ist automatisch für das Bad geeignet.
Der Laminatverband EPLF hat keinen einheitlichen Anforderungskatalog für Bereiche mit häufiger Wasserbenetzung veröffentlicht – maßgeblich ist stattdessen immer die ausdrückliche Freigabe des jeweiligen Herstellers für diesen Einsatzbereich (Quelle: EPLF Technisches Merkblatt).

Eine solche Freigabe ist in der Regel an bestimmte Bedingungen geknüpft. Dazu gehören beispielsweise dauerelastische Randfugen an Wänden und Übergängen. Diese Fugen sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf erneuert werden, damit ihre Schutzfunktion erhalten bleibt.

Bereiche mit einem Bodenablauf, wie beispielsweise eine Dusche, sind dabei grundsätzlich nicht als
normale Verlegefläche anzusehen und werden von solchen Freigaben in der Regel ausgeschlossen.

Und hier kommt unsere Erfahrung aus der Praxis ins Spiel: Auch wenn ein bestimmter Klick Laminatboden für Feuchträume freigegeben ist, bedeutet das nicht, dass er dauerhaft großen Mengen Wasser ausgesetzt werden sollte. Gerade an den Klickverbindungen kann bei einer dauerhaften Feuchtigkeitsbelastung irgendwann Wasser eindringen.

Unser Tipp:
Wenn Sie Klick-Laminat in einem Feuchtraum einsetzen möchten, sollte das Produkt ausdrücklich dafür freigegeben sein und entsprechend den Herstellervorgaben verlegt werden. Viel Wasser, regelmäßiges starkes Nasswischen oder stehende Feuchtigkeit sollte trotzdem vermieden werden.

Klick-Vinyl

Bei Klick-Vinyl denken viele zunächst: „Vinyl ist wasserfest – damit kann ich doch problemlos ins Bad.“ Das ist verständlich, aber auch hier lohnt sich ein genauer Blick.
Viele Klick-Vinylböden sind zwar sehr unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Trotzdem ist nicht jedes Klick-Vinyl automatisch für das Bad geeignet. Auch hier entscheiden das konkrete Produkt, die Herstellerfreigabe und die vorgeschriebene Verlegung.
Je nach Produkt können beispielsweise besondere Anforderungen an Randbereiche, Wandanschlüsse und Übergänge bestehen.
Die Aussage „Klick-Vinyl ist grundsätzlich badtauglich“ ist deshalb genauso wenig richtig wie die Aussage „Laminat darf grundsätzlich nicht ins Bad“.
Genau hier zeigt sich häufig, dass die Voraussetzungen in jeder Wohnung etwas anders sind. Gerade in den schönen Altbauwohnungen, die den Lübecker Charme ausmachen, begegnen uns immer wieder besondere Untergründe, alte Bodenaufbauten oder nicht ganz so gerade Wände und Übergänge.
Das ist für uns jedoch kein Grund zur Sorge – im Gegenteil: Wir schauen uns die Gegebenheiten vor Ort an und kümmern uns gerne auch um die notwendige Vorbereitung.
So finden wir gemeinsam einen Boden, der nicht nur persönlich und optisch zu Ihnen passt, sondern auch technisch sinnvoll und dauerhaft geeignet ist.

Unser persönliches Fazit:
Am Ende geht es also gar nicht nur um die Frage „Klick-Vinyl oder Klick-Laminat?“ Viel wichtiger ist, ob das ausgewählte Produkt zu den Bedingungen vor Ort passt und fachgerecht verlegt werden kann.
Ein tragfähiger, sauberer und geeigneter Untergrund ist dabei genauso wichtig wie die richtige Ausführung der Randbereiche und Anschlüsse. Denn gerade dort kann Feuchtigkeit ihren Weg finden.

Frisch verlegter Laminatboden in einer leerstehenden Mietwohnung vor der Übergabe an neue Mieter
Ein frisch verlegter Boden macht die Wohnung übergabefertig für den nächsten Mieter.

05. Was ist leiser – Vinyl oder Laminat?

Die Frage bekommen wir ebenfalls nahezu immer gestellt.

Die ehrliche Antwort lautet: So einfach lässt sich das leider nicht sagen.

Bei Bodenbelägen werden unterschiedliche Arten von Schall betrachtet. Der Trittschall beschreibt
Geräusche, die beim Begehen entstehen und beispielsweise in darunterliegende oder angrenzende Räume übertragen werden, wie beispielsweise dem Nachbarn unter Ihnen oder angrenzende Räume. Der Gehschall ist dagegen das Geräusch, das Sie selbst in Ihrem Raum wahrnehmen, wenn Sie über den Boden laufen.

Die dB-Werte, die Sie in den technischen Daten eines Bodenbelags finden, beziehen sich in der Regel auf den Trittschall – also darauf, wie viel Schall beispielsweise in der darunterliegenden Wohnung ankommt.
Für den Gehschall im eigenen Raum gibt es zwar Messverfahren, aber keinen einheitlichen Wert, anhand dessen sich verschiedene Bodenbeläge zuverlässig miteinander vergleichen lassen.

Auch bei den angegebenen Trittschallwerten ist etwas Vorsicht geboten: Klick-Laminat und Klick-Vinyl werden teilweise nach unterschiedlichen Kennwerten bewertet. Die Zahlen lassen sich deshalb nicht immer direkt miteinander vergleichen. Eine höhere oder dickere Trittschalldämmung bedeutet außerdem nicht automatisch, dass ein Boden am Ende auch tatsächlich leiser wirkt.

Seit 2010 existiert mit der EN 16205 zwar ein genormtes Prüfverfahren, das den Gehschall im Prüfstand mit einem Norm-Hammerwerk misst – ein einheitlicher Vergleichswert wie beim Trittschall hat sich daraus in der Praxis bislang jedoch nicht etabliert.

Entscheidend ist der gesamte Bodenaufbau!

Wie ruhig oder laut sich ein Boden im Alltag anfühlt, hängt nicht nur vom Belag selbst ab. Untergrund,
Estrich, Dämmung, Aufbau der Decke und natürlich der gewählte Bodenbelag spielen zusammen.
Gerade bei älteren Gebäuden und Holzbalkenabdeckungen, wie sie in vielen Lübecker Altbauten zu finden sind, kann der vorhandene Bodenaufbau einen großen Unterschied machen.

Unser Tipp:
Pauschal zu sagen: „Klick-Vinyl ist leiser“ oder „Klick-Laminat ist leiser“ wäre in vielen Fällen zu einfach.
Viel wichtiger ist, sich den vorhandenen Untergrund und den gesamten Bodenaufbau anzuschauen und dann den passenden Belag auszuwählen.
Wenn Sie unsicher sind, welcher Boden für Ihre Räume besser geeignet ist, sprechen Sie uns gerne an.

Wir schauen uns gemeinsam an, was bei Ihnen vorhanden ist und worauf es bei Ihrem Vorhaben ankommt. So finden wir eine Lösung, die nicht nur auf dem Papier passt, sondern auch im Alltag zu Ihnen und Ihren Räumen.

06. Diese fünf Fragen entscheiden, welcher Boden zu Ihnen passt

Am Ende sind es meist dieselben fünf Fragen, die die Wahl entscheiden – unabhängig davon, ob Sie zu Klick-Vinyl oder zu Klick-Laminat tendieren:

  • Feuchtraum oder Trockenraum – ein Bad oder ein Raum mit Bodenablauf braucht ein ausdrücklich freigegebenes Produkt, ein normaler Wohnraum nicht.

  • Fußbodenheizung vorhanden – begrenzt die Auswahl auf Produkte mit passender Freigabe für die jeweilige Oberflächentemperatur.

  • Nutzungsintensität – eine ruhige Privatwohnung stellt andere Anforderungen als ein stark frequentierter Hausflur oder ein Gewerberaum.

  • Zustand des bestehenden Untergrunds – alter Estrich, Fliesen oder ein Dielenboden bestimmen, wie viel Vorbereitung nötig ist.

  • Umfang der geplanten Vorarbeiten – davon hängt am Ende auch ab, wie aufwendig das Projekt insgesamt wird.

07. Boden verlegen lassen: So gehen wir von ImmoRepair vor

Ob Sie sich für Klick-Vinyl oder Laminat entscheiden – die grundlegenden Schritte bei der Verlegung sind bei beiden Bodenarten ähnlich. Uns ist wichtig, dass der neue Boden nicht nur schön aussieht, sondern auch langfristig gut liegt und Ihnen Freude macht.
Deshalb schauen wir uns jeden Raum zuerst genau an und gehen Schritt für Schritt vor.

1. Untergrund prüfen und vorbereiten
Bevor der neue Boden verlegt werden kann, schauen wir uns den vorhandenen Untergrund genau an. Dabei prüfen wir unter anderem, ob der Untergrund eben, trocken, sauber und ausreichend tragfähig ist. Bei Bedarf messen wir auch die vorhandene Restfeuchtigkeit.

Sind kleinere Unebenheiten vorhanden, können diese je nach Situation ausgeglichen werden. Bei stärkeren Unebenheiten kann beispielsweise eine Ausgleichsmasse erforderlich sein.

Dieser Schritt ist besonders wichtig: Ein neuer Boden kann nur dann dauerhaft sauber und ruhig liegen, wenn der Untergrund entsprechend vorbereitet ist. So vermeiden wir beispielsweise Hohlstellen, Knarzgeräusche oder unnötige Belastungen des Klicksystems.

2. Passende Unterlage und gegebenenfalls Feuchteschutz
Ist der Untergrund vorbereitet, kommt die passende Unterlage zum Einsatz.
Bei Laminat wird in der Regel eine geeignete Trittschalldämmung verwendet. Bei Klick-Vinyl kommt es dagegen auf das jeweilige Produkt an. Manche Böden besitzen bereits eine integrierte Unterlage, bei anderen schreibt der Hersteller eine bestimmte Unterlage vor.

Je nach Untergrund kann zusätzlich ein Feuchteschutz, beispielsweise in Form einer Dampfsperre (PE-Folie), erforderlich sein. Das kann insbesondere bei mineralischen Untergründen oder über Kellerräumen eine wichtige Rolle spielen.

Hier halten wir uns immer an die Vorgaben des jeweiligen Herstellers und die Anforderungen des
vorhandenen Bodenaufbaus.

3. Dielen im Klicksystem verlegen
Anschließend wird der Boden in der Regel schwimmend im Klicksystem verlegt. Das bedeutet: Die
einzelnen Dielen werden miteinander verbunden, aber nicht mit dem Untergrund verklebt.

Dabei achten wir unter anderem auf die Lichteinfälle im jeweiligen Raum, eine passende Verlegerichtung und einen sauberen Versatz der Fugen. So entsteht ein harmonisches Dielenbild.

Ebenso wichtig ist die umlaufende Rand- bzw. Dehnungsfuge zu Wänden, Türzargen und festen Einbauten. Der Boden benötigt diese Bewegungsmöglichkeit, da er sich durch Veränderungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit geringfügig ausdehnen und wieder zusammenziehen kann.

Gerade bei der Verlegung zeigt sich schnell, dass ein Klicksystem zwar grundsätzlich einfach klingt, eine saubere und dauerhafte Ausführung aber trotzdem etwas Erfahrung und Sorgfalt erfordert.

4. Sockelleisten, Übergänge und Türen
Wenn der Boden liegt, kümmern wir uns um die letzten Details.
Dazu gehören beispielsweise Sockelleisten bzw. Fußleisten sowie notwendige Übergangsprofile zwischen unterschiedlichen Bodenbelägen oder einzelnen Räumen.

Hier finden Sie eine breite Auswahl an verschiedenen Sockelleisten und Übergangsprofilen, sodass sich Farbe, Material und Ausführung passend zu Ihrem neuen Boden auswählen lassen.

Auch die Bereiche an Türen und Türzargen schauen wir uns genau an. Durch den neuen Boden kann sich die Aufbauhöhe verändern. Je nach Situation müssen deshalb Türblätter, Türzargen oder vorhandene Türschwellen angepasst werden.

Selbstverständlich besteht im Zuge der Bodenverlegung auch die Möglichkeit die vorhandenen
Türschwellen komplett zu entfernen, damit der neue Boden anschließend sauber und durchgehend
durch die Räume verlegt werden konnte.

Selbst verlegen oder lieber machen lassen?

Ein Klickboden ist grundsätzlich auch für geübte Heimwerker gut machbar. Trotzdem sollte man den tatsächlichen Aufwand nicht unterschätzen.

Solange der Raum einfach geschnitten und der Untergrund eben ist, kann die Verlegung relativ
unkompliziert sein. Schwieriger wird es beispielsweise bei unebenen Untergründen, verwinkelten Räumen, vielen Türen, Heizungsrohren oder wenn Türzargen und Schwellen angepasst werden müssen.
Dann kommen schnell Arbeiten dazu, die man bei der ursprünglichen Planung vielleicht gar nicht
berücksichtigt hat.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie Ihren Boden selbst verlegen möchten oder professionelle
Unterstützung benötigen, sprechen Sie uns gerne an. Wir schauen uns die Gegebenheiten vor Ort an und besprechen gemeinsam, was bei Ihrem Projekt sinnvoll ist.

Denn am Ende soll nicht nur der Boden gut aussehen – er soll auch fachgerecht liegen und Ihnen möglichst lange Freude machen.

08. Für Hausverwaltungen und Vermieter: Boden beim Mieterwechsel

Für Hausverwaltungen und Vermieter in Lübeck und Umgebung ist ein Mieterwechsel oft eng getaktet. Zwischen Auszug und Neuvermietung soll die Wohnung möglichst schnell wieder ordentlich, gepflegt und bezugsfertig sein.
Klick-Laminat und Klick-Vinyl eignen sich für viele Mietwohnungen sehr gut. Beide sind pflegeleicht und in
verschiedenen Nutzungsklassen erhältlich – passend zur jeweiligen Beanspruchung.
Gerade bei mehreren Wohnungen kann es sinnvoll sein, Bodenart und Nutzungsklasse einheitlich
festzulegen. Das erleichtert die Planung, sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild und macht Kosten sowie Materialbedarf besser kalkulierbar.
Wir von ImmoRepair unterstützen Sie als zuverlässiger Partner mit nahezu allen Gewerken aus einer Hand. Neben der Bodenverlegung übernehmen wir gerne weitere Renovierungs-,Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten rund um den Mieterwechsel.
Ein Ansprechpartner, kurze Wege und eine unkomplizierte Abstimmung – damit Ihre Wohnung schnell wieder für den nächsten Mieter bereit ist.

09. FAQ Häufige gestellte Fragen

Was spricht am ehesten gegen Vinylboden?

Einen pauschalen, materialbedingten Nachteil, der grundsätzlich gegen Klick-Vinyl spricht, lässt sich nicht feststellen. Vielmehr kommt es auf das jeweilige Produkt und die geplante Nutzung an.
Ein Punkt, auf den man achten sollte: Farbige Gummi-, Kautschuk- oder Kunststoffgleiter unter Möbeln können bei Designböden Verfärbungen verursachen. Ansonsten unterscheiden sich die tatsächlichen Eigenschaften und möglichen Schwächen eher von Produkt zu Produkt als vom Material selbst.

Was ist robuster – Klick-Vinyl oder Klick-Laminat?

Beide Bodenarten haben ihre eigenen Eigenschaften und auch mögliche Schwachstellen. Punktuelle
Druckstellen durch schwere Möbel können beispielsweise bei beiden Bodenarten entstehen und sind daher nicht ausschließlich ein Thema bei Klick-Vinyl.
Farbige Gummi- oder Kunststoffgleiter können dagegen insbesondere auf Designböden Verfärbungen hinterlassen. Geeignete Filzgleiter unter Möbeln helfen dabei, beide Bodenarten zu schützen.

Welche Nutzungsklasse brauche ich?

Für eine normal genutzte Wohnung reichen laut DIN EN ISO 10874 (Ausgabe 2021-04) in der Regel die Nutzungsklassen 21 bis 23 aus dem privaten Bereich aus. Höhere gewerbliche Klassen zwischen 31 und 43 sind vor allem für stärker frequentierte und entsprechend stärker beanspruchte Flächen gedacht.

Gerade im Wohnbereich werden häufig höhere Nutzungsklassen gewählt, als eigentlich notwendig wären. Eine höhere Klasse ist also nicht automatisch die bessere Wahl.
Welche Nutzungsklasse für Ihre Räume und Ihr Vorhaben sinnvoll ist, klären wir gerne gemeinsam mit Ihnen.

Kann ich beide Beläge auf eine Fußbodenheizung legen?

Ja, grundsätzlich können sowohl Klick-Vinyl als auch Klick-Laminat auf einer Fußbodenheizung eingesetzt werden.
Wichtig ist, dass das jeweilige Produkt vom Hersteller dafür freigegeben ist. Auch die zulässige
Oberflächentemperatur kann sich von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. Deshalb sind hier immer die Angaben des jeweiligen Produkts maßgeblich.

Muss der alte Bodenbelag vorher entfernt werden?

Häufig ja – aber nicht immer. Ein alter oder ungeeigneter Bodenbelag wird in der Regel entfernt, damit der neue Boden auf einem ebenen, tragfähigen und geeigneten Untergrund verlegt werden kann.Ob der vorhandene Boden in Ihrem Fall entfernt werden muss, hängt von der jeweiligen Situation ab. Wir schauen uns das gerne gemeinsam mit Ihnen an und besprechen, welche Lösung sinnvoll ist.

Kann ich Vinyl oder Laminat auf meinen alten Bodenbelag legen?

Unter bestimmten Voraussetzungen ist das möglich. Ob der vorhandene Boden als Untergrund geeignet ist, hängt stark von dessen Zustand und Aufbau ab – beispielsweise bei vorhandenen Fliesen.
Wichtig sind unter anderem Ebenheit, Festigkeit und der Zustand des bestehenden Belags. Gerne schauen wir uns Ihren konkreten Fall an und besprechen mit Ihnen, welche Möglichkeit sich anbietet.

Lässt sich später eine einzelne Diele tauschen?

Ja, grundsätzlich ist das bei beiden Bodenarten möglich. Klick-Laminat und Klick-Vinyl werden schwimmend im Klicksystem verlegt, sodass einzelne Dielen grundsätzlich wieder aufgenommen und ausgetauscht werden können.
Eine kleine Besonderheit sollte man dabei allerdings beachten: Wurde beispielsweise eine Einbauküche bereits vor der Bodenverlegung aufgebaut oder feste Möbel auf dem Boden eingebracht kann ein späterer Austausch einzelner Dielen in diesem Bereich erschwert oder unter Umständen nicht ohne weiteres möglich sein.

Verlegt Ihr von ImmoRepair beides?

Ja, selbstverständlich. Wir von ImmoRepair empfehlen und verlegen sowohl Klick-Laminat als auch Klick-Vinyl fachgerecht – von der Prüfung und Vorbereitung des Untergrunds bis hin zum sauberen Abschluss mit Sockelleisten und Übergängen.

Welcher Boden am besten zu Ihrem Vorhaben, Ihren Räumen und Ihrer gewünschten Nutzung passt, besprechen wir gerne persönlich mit Ihnen.

10. Fazit - Den einen richtigen Boden gibt es nicht

Den einen richtigen Boden für alle gibt es nicht. Was bei dem einen Vorhaben die beste Wahl ist, kann bei einem anderen Projekt ganz anders aussehen.
Ob Klick-Vinyl oder Klick-Laminat besser passt, hängt von verschiedenen Dingen ab: vom vorhandenen Untergrund, der geplanten Nutzung, den Räumlichkeiten, den persönlichen Vorstellungen und natürlich auch vom jeweiligen Produkt.
Nicht der Name auf der Verpackung entscheidet, sondern das Zusammenspiel aus Produkt, fachgerechter Ausführung und den Anforderungen vor Ort.
Wir von ImmoRepair verlegen beide Bodenarten fachgerecht und beraten Sie gerne bei der Auswahl. Gemeinsam schauen wir, was zu Ihren Räumen, Ihren Wünschen und Ihrem Vorhaben passt.

„Denn der beste Boden ist nicht unbedingt der teuerste oder technisch aufwendigste – sondern der, der zu Ihnen und Ihrer Situation passt“

11. ImmoRepair in Lübeck und der Region - Mitglied der Handwerkskammer Lübeck

Als eingetragenes Mitglied der Handwerkskammer Lübeck garantieren wir von Immorepair eine fachgerechte Verlegung von Klick-Vinyl und Klick-Laminat. Unsere angebotenen Leistungen beziehen sich auf Eigentümer, Mieter, Vermieter und Hausverwaltungen. Mit unserem Sitz in der Stadt Lübeck, bieten wir unsere handwerklichen Dienstleistungen in einem 70 Kilometer weiten Umkreis an – unter anderem in Bad Schwartau, Stockelsdorf, Travemünde und Ratzeburg.